Stromtarife definieren

Stromtarife konfigurieren

Im smart-me Billing kann entweder mit den Elektrizitätstarifen oder mit virtuellen Tarifen gearbeitet werden. Die Lösung mit Elektrizitätstarifen eignet sich ausschliesslich für die realisierung von reinen Netzstromsystemen. In allen anderen Fällen sind die virtuellen Tarife zu verwenden.

Virtuelle Tarifkonfiguration (Netz-, Solar-, Batterietarife)

Virtuelle Tarife erlauben es, selbst ein dynamisches Tarifmodell für die Verrechnung der Energie zu definieren. Dies kann z. B. verwendet werden, um bei einem Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV oder Mieterstrom) zu unterscheiden, ob ein Mieter Strom von einer Solaranlage oder vom Netz bezieht. 

Bitte beachte, dass alle normalen Tarife für Elektrizität gelöscht sein müssen.

Unter Virtuelle Tarife siehst du alle bereits erfassten virtuellen Tarife. Klicke auf Hinzufügen und erfasse nun alle virtuellen Tarife.

Name: Der Name des Tarifs wird auch dem Nutzer (Mieter) angezeigt.

Tarif Type 

Allgemeines zu den Tarifen

Bei jedem Tarif können Preis / Verbrauchseinheit und eine Gültigkeit hinterlegt werden.

Preis / kWh: Der Preis für diesen Tarif

Gültig von: Das Datum, ab wann dieser Tarif gültig sein soll. Siehe Hinweis.

Gültig bis: Das Datum, bis wann dieser Tarif gültig sein soll. Siehe Hinweis.

Hinweise: 

Solartarif vZEV konfigurieren

Der Solartarif vZEV ermöglicht die Umsetzung von ZEV und vZEV Lösungen. 

Die Konfiguration vZEV Solartarif kalkuliert den effektiven Überschuss einer virtuellen ZEV und den effektiven Netzbezug basierend auf mehreren Solarproduktionszählern und Hausanschlusszählern. 

Die Berechnung berücksichtigt die individuellen Überschüsse eines Hauses und gleichzeitig die Nachfrage anderer Häuser nach diesem Überschuss.

Ist ein Bedarf vorhanden wird er dem Nachbarhaus zur Verfügung gestellt. Ist keiner vorhanden wird der Überschuss als Netzeinspeisung identifiziert.


Die Lösung unterstützt folgende Umsetzungen:

Hinweis:
Die Batterie kann mit diesem Tarifsystem nicht gesondert tarifiert werden.

ZEV tarifieren

ZEV ohne Bilanzzähler tarifieren

Legende 

Der farbige Punkt kennzeichnet auf welche Art der jeweilige Zähler im Tarif hinterlegt werden muss

Eine erweiterte vZEV tarifieren mit verschiedenen Kombinationen von Messkonzepten

Tarifieren von Reiheneinfamilienhäusern als vZEV

Solar und Batterietarif konfigurieren (legacy)

Die Solartarife und Batterietarife der Legacy Reihe ermöglichen die Umsetzung einer ZEV mit oder ohne Bilanzzähler.

Die Nutzung dieser Tarifierungsgruppe ermöglicht folgendes:

Voraussetzung für die Nutzung:

Solar- oder Batteriezähler
Beim Solar- und Batterietarif musst du den Zähler angeben, der die Batterie bzw. die Solaranlage misst. 

Gesamtverbrauch
Beim Solar- und Batterietarif musst du einen Zähler angeben, der alle Verbraucher, auf welche diese Energie verteilt werden soll, misst. Dies ist meistens ein virtueller Zähler, welcher alle Verbraucher summiert (Achtung, virtuelle Zähler benötigen dann eine zusätzliche Lizenz).

Bilanzzähler
Bei Solartarif und Batterietarif kann optional ein Bilanzzähler angegeben werden. Ist der Bilanzzähler aufgeführt, wird bei der Berechnung des Solartarifs die Energie, die ins Netz eingespeist wird, berücksichtigt. Das heisst, pro 15 Minuten wird nur die Solarenergie verteilt, die auch effektiv im Gebäude verbraucht wurde (Energie verfügbar = PV Produktion - Einspeisung Netz).

Achtung:
Bei Verzicht auf den physischen Bilanzzähler sind Abweichungen bei Zuteilung der Tarife im Rahmen von 10-15% nicht unüblich.

Virtuelle Summenzähler

ZEV tarifieren mit legacy Tarifen (1 Haus)

ZEV tarifieren mit legacy Tarifen (mehrere Häuser )

Spitzenstromtarife 

Mit den Spitzenstromtarifen können erweiterte oder neuartige Strommodelle von Energieversorgern abgedeckt werden. 

Gültigkeitsdauer:
Die Gültigkeitsdauer eines Spitzenstromtarifs ist auf 1 Jahr begrenzt, dieser kann mehrfach für mehrere Jahre erstellt werden.

Spitzentarife basieren entweder auf den Monatlich angefallenen Kosten (Rechnung Energieversorger) oder sind abhängig vom hinterlegten Tarif und der aktiven Messung des Hauptmesspunktes.

Beispiel eines erfassten Stromtarifes mit Kostenbasis (Kosteneintragung)

Generelle Funktionsweise:

Die erfassten Spitzentarifskosten oder die automatisch berechneten Kosten aufgrund der Messung und des hinterlegten Tarifs, werden bei der Rechnungserstellung im gewählten Berechnungsintervall auf die Verbraucher aufgeteilt. 

Als Basis dient die jeweilige verursachte Stromspitze (nur Netzbezug) jedes individuellen Verbrauchers in der Abrechnungsperiode und dem jeweils gewählten Berechnungsintervalls.

Spitzentarife ohne aktive Hauptmessung
(Manuelle Kosteneintragung)

Eignet sich für alle Systeme die keine Referenzmessung besitzen. 

Spitzentarife mit aktiver Hauptmessung
(Automatische Kostenberechnung)

Eignet sich für alle Systeme die eine direkte Bilanzmessung besitzen.

Tarifzeiten für virtuelle Tarife definieren (Doppeltarife, saisonale Doppeltarife)

Aufbau der Wenn Aktion für virtuelle Tarife

Du kannst mit einer zusätzlichen Bedingung definieren, ab wann dieser Tarif gültig sein soll. Dies kann eine Zeitspanne sein (z. B. für Hoch- / Niedertarif) oder auch eine beliebige Andere. Die Bedingung muss vorher als Wenn/Dann-Aktion definiert worden sein. Die gängigsten Beispiele sind unten beschrieben.

Hinweise:

Aufbau: Einheitstarif ohne Solar

Logik: Die Zählerstände werden abgefragt und für das Billing verwendet. Es ist keine Berechnung nötig.

Aufbau: Einheitstarif mit Solar

Logik: Zuerst wird der verfügbare Solarstrom verteilt. Wenn zu wenig oder keiner verfügbar ist, wird der normale Tarif verwendet.

Aufbau: Hoch- und Niedertarif für Netzstrom und Einheitstarif bei Solarstrom

Logik: Zuerst wird der verfügbare Solarstrom verteilt. Wenn zu wenig oder keiner verfügbar ist, wird der normale Tarif verwendet, der eine Bedingung erfüllt. Zum Schluss wird der Tarif ohne Bedingung für den restlichen Strom versendet.

Aufbau: Hoch- und Niedertarif für Netz- und Solarstrom

Logik: Zuerst wird der verfügbare Solarstrom mit der gültigen Bedingung verwendet. Wenn zu wenig oder keiner verfügbar ist, wird der Normale Tarif mit der gültigen Bedingung verwendet. Es ist wichtig, dass in diesem Anwendungsfall 24h/Tag mit einer Wenn Bedingung abgedeckt ist.

Aufbau: Sommer und Winter mit Hoch- und Niedertarif für Netzstrom und Einheitstarif bei Solarstrom

Logik: Zuerst wird der verfügbare Solarstrom verwendet. Wenn zu wenig oder keiner verfügbar ist, wird der Normale Tarif mit der gültigen Bedingung verwendet. Es ist wichtig, dass in diesem Anwendungsfall 24h/Tag mit einer Wenn Bedingung abgedeckt ist.

Aufbau: Sommer und Winter mit Hoch- und Niedertarif für Netzstrom und Einheitstarif bei Solarstrom und Niedertarif über den Mittag nur im Winter

Beispiel

Logik: Zuerst wird der verfügbare Solarstrom verwendet. Wenn zu wenig oder keiner verfügbar ist, wird der Normale Tarif mit der gültigen Bedingung verwendet. Es ist wichtig, dass in diesem Anwendungsfall 24h/Tag mit einer Wenn Bedingung abgedeckt ist.

Reine Netztarifsysteme (Externe Signallösung)

Elektrizitätstarife (Nur unterstützt, wenn VEWA Funktion nicht verwendet wird)

Um zu den Einstellungen der Elektrizitätstarife zu kommen, klicke links auf die Liegenschaft und scrolle zu dem grünen Fenster Tarife Elektrizität. Hier werden die zwei Tarife T1 und T2 angezeigt. Wähle einen der Tarife aus und klicke auf Editieren, um Änderungen an dessen Eigenschaften vorzunehmen (z. B. Name, Preis etc.)

Um mit den Elektrizitätstarifen arbeiten zu können, muss das Tarifsignal des Elektrizitätswerks an den Tarifeingang der entsprechenden Zähler angeschlossen werden.